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Jeder Tag ist ein Geschenk – manche sind nur einfach scheiße verpackt!

30. April 2018
jeder tag ist ein geschenk – manche sind nur einfach scheisse verpackt

Hier habe ich euch ja bereits einen lustigen Einblick in unsere Tagesanfänge gegeben. Natürlich ist dieser Bericht mit einem Augenzwinkern zu sehen und nicht alle unsere Morgen laufen SO chaotisch ab. An den meisten Tagen macht mir das Chaos dann auch wirklich überhaupt nichts aus. Das Leben mit Kindern ist nun einmal wild, bunt, laut, unordentlich und unplanbar. Das zu akzeptieren und die Gegebenheiten so hinzunehmen, macht es mir viel leichter, alles entspannt zu sehen und den Kopf nicht zu verlieren.

Trotzdem gibt es sie…diese Tage, an denen ich am liebsten laut schreiend aus dem Haus laufen würde.

Kinder können verdammt anstrengend sein. Jeder, der welche hat, weiß das. Sie jammern und heulen ohne ersichtlichen Grund, mögen auf einmal das heißgeliebte Lieblingsessen nicht mehr, wollen nicht schlafen, obwohl sie todmüde sind und und und. Neben all den wunderschönen Momenten mit Kindern, gehört das mit zum täglich Brot des Elterndaseins.

Ich glaube einfach, an manchem Tagen nerven wir einfach uns gegenseitig.

Da sind (in unserem Fall) drei Personen mit drei unterschiedlichen Charakteren & drei unterschiedlichen Bedürfnissen Tag für Tag fast 12 Stunden zusammen. Dass, wir uns dann nicht immer gleich gut verstehen liegt wohl auf der Hand. Und genau wie wir Erwachsenen nicht jeden Tag mit einem Lächeln durch die Gegend laufen, machen Kinder ihre Phasen durch oder sind halt auch einfach mal nicht gut gelaunt.

Im Gegensatz zu uns Erwachsenen tragen Kinder ihre Laune allerdings ziemlich unübersehbar vor sich her. Und wenn die schlechte Laune die gute verdrängt, dann steht Gott uns hoffentlich bei. Denn dann kann, zumindest bei uns, ganz schnell Weltuntergangsstimmung herrschen. Ist nur einer von beiden eine Laus über die Leber gelaufen, wird die Unzufriedenheit nämlich nicht nur der Mutter, sondern vor allem dem Geschwisterkind zuteil. Dann wird gestritten, geheult, gezankt und gemeckert bis der Arzt kommt. Den ganzen lieben langen Tag.

Jeder Tag ist ein Geschenk. Manche sind nur scheiße verpackt.

Dann muss ich oft an das Lied „Jeder Tag ist ein Geschenk“ denken. Ist definitiv so! Aber mal ehrlich – manche Geschenke möchte man aber doch lieber umtauschen. Oder man fragt sich, was sich der Beschenkte bei der Auswahl gedacht hat. Denn auch wenn die Kinder das Beste sind, was uns in dieser Welt noch gegeben wird, können sie verdammt intensiv auf den Nerven der Eltern rumtrampeln. An solchen Tagen frage ich mich manchmal, warum wir eigentlich kein AuPair beschäftigen und ich spontan reißaus nehmen könnte.

Denn das ist es, was ich an solchen Tagen möchte. Dem Irrenhaus der streitenden, tobenden und kreischenden Meute, die ich meine Kinder nenne, entfliehen. Egal wohin. Ob ins Bett, in die Stadt, in einen Spa oder sogar in ein Büro. Ich möchte das Geschenk umtauschen. Geht natürlich nicht! Also hocken wir drei aufeinander und müssen miteinander zurechtkommen. Natürlich entwaffnen gewisse Spiele oder Unternehmungen unseren Kleinkrieg, aber trotzdem sind solche Tage anstrengend. Ich zähle dann oft die Stunden, bis zum Abend. Und die vergehen erfahrungsgemäß zieeeeeeeemlich laaaaaaaaangsaaaaaaam.

Wer jetzt einen Satz a la „Aber wenn ich sie ins Bett bringe, wir gemeinsam Geschichten lese und die Kinder sich an mich kuscheln ist alles wieder vergessen“ erwartet, den muss ich enttäuschen. Denn das Ins-Bett-bringen ist an solchen Tagen eine besondere Herausforderung für mich. Ich möchte sie einfach nur im Bett wissen und habe eigentlich gar keine Lust sie ins Bett zu bringen. Wisst ihr, was ich meine? Man möchte einfach sagen können „Bitte macht euch fertig und geht schlafen“. Nach einem großen Gute-Nacht-Ritual ist mir dann überhaupt nicht. Eher nach einem mit mir selbst und einer Flasche Wein. Geht natürlich nicht. Also Augen zu & durch und alles schnellstmöglich hinter uns bringen.

Aaaaaber, diese Unruhe meinerseits spüren die Kinder ganz GENAU. Denn dann wird getobt, weiter gestritten, sich wieder verbündet, weg gelaufen, gebockt und gezickt bis der Arzt kommt. Sicherlich auch, weil ich eine genervte Aura um mich herum trage und keinen Raum für Diskussion darüber habe, dass die Sonne ja noch scheint und man erst ins Bett gehen möchte, wenn der Mond da ist. [Die Erklärung der Sommerzeit interessiert da wenig…] Oder im Bett plötzlich der große Hunger kommt. Oder noch drei Mal aufgestanden wird, um zu gucken, ob der große Bruder auch wirklich im Bett liegt. Ich möchte dann einfach nur Feierabend haben und mich mit einer Tüte Haribos und Wein treffen. Oder mich auf dem Laufband auspowern. Hauptsache Feierabend.

Irgendwann schlafen die Kinder dann und ich mache drei Kreuze. Denn es gibt sie einfach, diese Tage. Die blöd anfangen und blöd enden. Und wenn ich Abends auf der Couch sitze, bin ich froh, dass wir alle drei diesen Tag überlebt haben. Dann blicke ich zwar mit einem Augenrollen auf den vergangenen Tag zurück, dafür mit umso mehr Vorfreude auf den neuen, der nur besser werden kann.  Nicht alle Tage mit Kindern sind schön und wir müssen sie auch nicht alle genießen.

Aber wie sagt der Titel einer meiner Lieblingsbücher so schön – Morgen kommt ein neuer Himmel. Und das stimmt.

 

Kennt ihr das auch? Bitte sagt JA ;-D.

 

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