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Wäscheberge vermeiden – so klappt’s ganz leicht!

27. November 2017
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Wäsche – ein leidiges, niemals endendes Thema. In einem Moment haben wir das Gefühl, Herr der Lage zu sein, im nächsten kommen wie von Geisterhand aus allen Ecken des Hauses Kleidungsstücke, die gewaschen werden wollen. Vor allem, wenn man diese kleinen Mitbewohner namens Kinder hat.

Es gibt ganz verschiedene Herangehensweisen, um den Überblick über die Wäscheberge nicht zu verlieren. Es ist mit Sicherheit auch eine Charakter- und Zeitfrage, wie man sich diesem Thema stellt. Vielleicht braucht ihr keinen Plan und macht alles halt dann, wenn Zeit und Lust herrscht (oder Ebbe im Kleiderschrank). Oder ihr seid wie ich und braucht eine (grobe) Routine.

Nach der Geburt unserer Tochter hat es ziemlich lange gedauert, bis ich eine Wasch- und Bügelroutine gefunden hatte. Seit knapp einem Jahr halte ich mich nun an ein paar Regelmäßigkeiten und seitdem kam die Frage von meinem Mann „Hast du schon Unterhosen gewaschen“ überhaupt nicht mehr. Kann jetzt auch daran liegen, dass er seine Anzahl an Unterhosen aufgestockt hat, aber das glaube ich nicht ;-).
Wie ich Herr der Wäschelage geworden bin?

Hier meine Tipps, um eure Wäscheberge im Zaum zu halten.

Sortiert die Wäsche vor

Und zwar, bevor ihr waschen wollt & am besten regelmäßig. Wenn ihr alles kunterbunt in einem Korb sammelt und lediglich an den Tagen sortiert, an denen keine Unterwäsche mehr im Kleiderschrank ist, dann habt ihr plötzlich drei verschiedene Maschinen, die gewaschen und gebügelt bzw. zusammengelegt werden wollen. Da ist die Motivation ja schon beim Anblick futsch. Ich spreche aus Erfahrung!

Früher habe ich den Korb immer überquellen lassen. Immer. Das resultierte darin, dass ich überhaupt keinen Überblick über die tatsächliche Menge hatte. Wenn es euch so geht wie mir, dann wisst ihr was ich meine. Denn in einen Wäschekorb passt erstaunlich viel rein, wenn man nur genug Druck von oben ausübt ;-).

Lasst das Leeren des Hauptwäschekorbes also am besten in eure tägliche Routine einfließen. So habt ihr immer einen guten Überblick darüber, welche Maschinenart als Nächstes an der Reihe ist, welche noch warten kann und auch, ob überhaupt gewaschen werden muss.

Ans Herz legen kann ich euch übrigens diesen Wäschekorb! Er hat drei Kammern, welche mit „Dark, Light & Color“ beschriftet sind, sodass ihr genau wisst, wo ihr was rein schmeißen müsst. Es sei denn ihr seid mein Mann, nicht wahr Schatz? ;-).
Es passt ziemlich genau eine Wäscheladung in ein Fach & waschbar ist er auch.

Entweder ihr nutzt ihn direkt als „Haupt“-Korb und sortiert gleich die dreckige Wäsche richtig zu. Optisch macht er ja schon was her, sodass er sogar im Schlafzimmer, Bad & Co. seinen Platz finden kann. Für mich wäre das etwas unpraktisch, da ich im Keller meinen Waschraum habe. Ich schnappe mir jeden Morgen meinen kleinen Korb (ähnliches Modell) und sortiere die Wäsche einfach im Keller um.

Waschen und Bügeln bzw. Zusammenlegen an einem Tag

Ich persönlich finde es sehr demotivierend mit der Wäsche zu beginnen, wenn ich weiß, dass dies meine Beschäftigung für die nächsten zwei Stunden sein wird. Gleichzeitig finde ich es aber auch blöd, einen Teil liegen zu lassen. Der will ja dann am nächsten Tag gemacht werden.

Also habe ich mir angewöhnt, und das ist auch der beste Tipp, den ich euch geben kann, jeden Tag nur EINE Maschine an zuschmeißen und diese dann direkt am selben Tag „weiterzuverarbeiten“. Sprich, Waschen, Bügeln und Zusammenlegen am selben Tag.

Dieser kleine, aber feine Unterschied wird eure Berge an sauberer Wäsche immens verkleinern. Denn es ist viel einfacher sich an die Wäsche zu begeben, wenn ihr wisst, dass ihr innerhalb von 15 Minuten damit fertig seid.

Holt die noch warme Wäsche aus dem Trockner

Dafür müsst ihr natürlich stolzer Besitzer eines Trockners sein. Aber dazu kann ich euch nur raten – KAUFT EINEN TROCKNER! Ernsthaft, Hut ab vor denjenigen unter euch, die Kinder haben und keinen besitzen. Ich möchte auf unseren nicht mehr verzichten, er erleichtert doch so einiges.

Bügeln ist zeitaufwendig, zerknitterte Sachen aber unschön. Also habe ich mich immer fürs Bügeln entschieden. (Früher war ich sogar ja ein absoluter Bügelfreak. Und wenn ich Freak schreibe, dann meine ich das auch so. Ich habe sogar Unterhosen und Socken gebügelt!!! Von wem ich das wohl habe, Mama…)

Wenn ihr also lieber glatte Sachen in den Schrank räumt, aber gleichzeitig zu wenig Zeit zum Bügeln habt, dann nehmt die noch warme Wäsche aus dem Trockner.  Die Kleidung lässt sich dann ganz einfach glatt streichen und ist wie gebügelt. Bei Hemden, Blusen oder extrem knitterbaren Teilen funktioniert das zwar nicht, aber beim Rest könnt ihr euer Bügeleisen guten Gewissens kalt lassen. Ihr könnt den Trockner auch ruhig schon 2–3 Minuten vor Programmende ausmachen. Dann ist die Kleidung besonders warm und leicht glattzustreichen.

Getrocknete Kleidung flach ausbreiten

Ihr habt keine Zeit um die frisch getrocknete Kleidung zusammen zu legen? Kein Problem! Legt sich einfach flach hin, zum Beispiel auf euer Bügelbrett. Selbst leicht zerknitterte Sachen legen sich so ganz von alleine glatt. Funktioniert also auch super, wenn ihr keine Zeit hattet die noch warme Kleidung „weiterzuverarbeiten“ und euch erst ein paar Stunden später oder am nächsten Tag drum kümmern könnt.

Macht die Waschmaschine nicht allzu voll

Aufgrund der Umwelt sollten wir alle darauf achten, die Maschine nicht nur für fünf Kleidungstücke an zumachen. Sie bis unter die Trommeldecke zu befüllen ist aber auch nicht die Lösung. Die Kleidung kann nicht mehr optimal in der Trommel bewegt werden, was zur Folge hat, dass diese nicht so sauber wird, wie sie könnte & sich Waschmittelrückstände auf der Kleidung ablagern können. Langfristig kann es zu einem Verschleiß von Motor, Lagern usw führen. Außerdem kommt die Kleidung viel zerknitterter aus der Maschine.

Als Anhaltspunkt kann man seine eigene Faust nehmen. Passt diese zwischen Wäsche und Trommeldecke ist alles im grünen Bereich.

Weitere Tipps

Zwei Tipps, die nicht unbedingt die Wäscheberge verringern, aber vielleicht trotzdem nützlich sind :-).

Gewissenhaftes Sortieren

Damit die Kleidung möglichst lange schön aussieht, finde ich es wichtig, sie gut zu sortieren und jeweils geeignetes (gutes!) Waschmittel zu verwenden. Jeder trägt verschiedene Kleidung, verschiedene Farben und verschiedene Materialien. Daher kann man gar kein pauschales Trennprinzip abgeben wie ich finde. Dennoch ist es wichtig gewissenhaft vorzusortieren.
Ich sortiere zum Beispiel wie folgt: Buntwäsche, weiß, schwarz, Wolle, Seide, Jeans und Kochwäsche. Ich nutze jeweils anderes Waschmittel.
Hört sich nach viel Sortiererei und vieeeel Waschmittel an, ich gebe es zu ;-). Es hilft aber dabei, dass Buntes bunt bleibt, Weißes weiß und Schwarzes schwarz.

Wenn ich mir unsicher bin, ob ein Teil nicht doch abfärbt, gebe ich der Maschine eines dieser Tücher zu.

Macht es euch schön!

Wenn ihr euch im Wohnzimmer um die Wäsche kümmert, fällt dieser Punkt wohl weg. Aber habt ihr einen (eigenen) Waschraum, dann macht ihn euch unbedingt schön und richtet ihn so ein, dass ihr euch dort wohlfühlt. Dazu braucht es gar nicht viel. Ein paar schöne Regale, in denen ihr alles verstauen könnt, ein bisschen Deko, vielleicht sogar Farbe an der Wand und schon macht die Wäsche gleich viel mehr Spaß – versprochen!

Wie OFT ihr euch mit Waschen & Co. beschäftigt kommt natürlich auf die Menge der Dreckswäsche an. Is ja klar. Dazu finde ich es schwierig, eine Angabe zu machen. Manche unter euch müssen vielleicht zwei Maschinen pro Tag durch jagen, bei anderen reichen drei in der Woche. Die Regelmäßigkeit macht den Unterschied. Heißt, sobald eine Maschine fällig ist ab damit. Wartet nicht, bis sich die Wäsche bis ins Unendliche stapelt, denn dann ist die Unlust schon vorprogrammiert.

NATÜRLICH läuft das auch hier nicht immer einwandfrei und manchmal möchte ich den Waschraum am liebsten direkt nach Betreten wieder verlassen. Aber zum großen Teil habe ich mich sehr an diese Routine gewöhnt und es stapeln sich noch ganz selten Wäscheberge bis unters Dach.

Was für ein Waschtyp seid ihr? Routine oder letzter Drücker? Ich hoffe, es waren so oder so ein paar nützliche Tipps dabei.

Eure Sandra

  1. Hallo, ich habe für mich noch einen tollen Trick gefunden, wie sich das Zusammenlegen erleichtert (zur Zeit und auf unbestimmte Zeit ohne Trockner :/ ) . Ich habe bei einem 5 Personen-Haushalt 3 Wäscheständer, wovon einer ein 3-Etagen-Teil ist. So kann ich nach Person sortieren, während ich die Wäsche aufhänge. Der Mehraufwand ist gering, die Wäsche trocknet schneller, da die Ständer nicht so voll werden und beim Abnehmen wird sie sofort zusammen gelegt und ist zum Einsortieren in die Schränke bereit. Dafür braucht man zwar Platz, aber ich habe das Gefühl dadurch sehr viel Zeit zu sparen 🙂

    1. Das ist auch ein toller Tipp, danke! Das werde ich beim nächsten Mal genau so machen. Die Wollteile z.B. hänge ich auch immer auf.
      Wir haben auch einen dreistöckigen Wäscheständer & platzmäßig ist er wirklich gold wert.
      Ich ziehe meinen Hut vor dir, dass du ohne Trockner aus kommst. Ich habe eine zeitlang versucht auf den Trockner zu verzichten, hatte aber das Gefühl ich wäre nur noch mit Aufhängen beschäftigt, haha.
      Viel Spaß weiterhin beim Waschen 😉

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