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Kinderkleidung verkaufen – so findet (fast) alles einen neuen Besitzer

8. August 2017
kleinesbisschen verkauf von kindersachen beitragsbild

Ich liebe es unsere Kinder anzuziehen und noch viel mehr liebe ich es, neue Kleidungsstücke für sie zu kaufen. Unser Sohn hat schon länger seinen eigenen Geschmack und zieht noch lange nicht alles an, was ich ihm rauslege. Oft möchte er selbst aussuchen und dabei kommen die verrücktesten Kombinationen zustande. Beim Shoppen frage ich ihn mittlerweile lieber vorher, was ihm gefällt. Aber unsere Tochter…tja, die kann sich noch nicht gegen Mama’s Liebe zur harmonischen Farb- und Stoffaufswahl wehren. 😉

So oder so – Kindermode macht einfach Spaß. Auch wenn ich recht bedacht kaufe und darauf achte, dass nicht ZU viel im Kleiderschrank hängt ist es doch viel mehr als die Kinder brauchen. Und nach ein paar Monaten sind die Sachen auch schon wieder zu klein. Schön für mein Shoppingherz, schlecht für den Geldbeutel. Denn sind wir mal ehrlich – egal ob teuer oder günstig, am Ende einer Saison haben wir ziemlich viel Geld für die Kleidung der Kinder ausgegeben. Und was machen wir mit den zu klein gewordenen Sachen? Ist die Kinderplanung noch nicht abgeschlossen werden sie natürlich aufgehoben. Aber danach bleibt nur das Spenden, Verkaufen, Weitergeben an Freunde oder Wegschmeissen. (Letzteres natürlich nur bei Sachen, die so kaputt sind, dass sie nicht mehr getragen werden können).

Die meisten meiner Freundinnen oder Bekannten haben andere Geschmäcker, ihre Babies wurden zu anderen Jahreszeiten geboren oder sie haben auch schon ältere Kind von dem sie Sachen an das Baby weitergeben können. Also habe ich angefangen zu spenden und zu verkaufen. Auf Mamikreisel, ebayKleinanzeigen, Flohmärkten oder in Secondhand-Shops habe ich mein Glück mit dem Verkauf versucht. Wo ich gut verkaufe und was eher ein Reinfall war, davon berichte ich euch im folgenden.

Secondhand Shop

Fangen wir mal mit dem für mich weniger erfolgreichen Verkaufsmodell an – dem Secondhand Shop. Letzten Sommer brachte ich die Herbst- und Wintersachen vom Sohnemann in einen kleinen, schnuckeligen Laden in einem gehobenen Viertel von Düsseldorf, in dem sowohl neue als auch gebrauchte Kleidung angeboten wird. (Ich muss nicht erwähnen, dass ich am liebsten ihren kompletten Neuwaren-Raum aufgekauft hätte, oder?). Die Inhaberin war super nett und hat sich die Stücke herausgenommen, bei denen sie gute Verkaufschancen gesehen hat. Sie war sehr ehrlich und meinte, Kleidung der Kategorie H&M, Zara und Co. sollte ich lieber auf dem Flohmarkt verkaufen, das lohnt sich bei ihr einfach nicht. So nahm ich einige Teile wieder mit, vieles blieb aber da. (Ich hatte vorher schon aussortiert und manche Sachen erst gar nicht mitgenommen).

In dem Shop, zu dem ich unsere Kleidung gebracht habe wird es so gehandhabt, dass 60% des Verkaufserlöses beim Geschäft bleiben und 40% an den Verkäufer, also in dem Fall mich, ausgezahlt werden. Ich hätte eine 50 / 50 Lösung fairer gefunden, aber der Laden muss sich ja auch über Wasser halten, die Arbeit muss sich lohnen. Ich hingegen hatte viel weniger Aufwand als wenn ich im Internet oder auf dem Flohmarkt verkaufe. Ein Versuch war es also Wert!

Die Kleidung wird vier Monate lang zum Verkauf angeboten, das nicht Verkaufte muss innerhalb eines Monats abgeholt werden sonst wird es gespendet. Weitere zwei Monate später erlischt der Anspruch auf den erzielten Verkaufserlös.

Die Inhaberin betreibt den Secondhand Part wirklich sehr professionell und liebevoll. Für jedes Teil wird ein Etikett mit Logo und Preis gedruckt, so dass man fast schon das Gefühl hat es handle sich um Neuware. Ein paar Tage nach Abgabe trudelte auch schon eine tabellarische Übersicht über all meine abgegebene Kleidung ein in der genau aufgelistet wurde, was ich abgegeben habe, zu welchem Preis es verkauft wird und wie viel ich erhalten werde. Auf die Preisgestaltung hat der Kunde keinen Einfluss.

Der erste Schock

Hier musste ich ehrlich gesagt das erste Mal schlucken. Als ich die Preise sah, zu dem die Kleidung verkauft wurde und was wir bekommen sollten…Uupps, das war doch weniger als ich gedacht hatte. So sollte eine fast ungetragene Strickjacke mit einem Neupreis von 70€ für 12€ verkauft werden, wovon ich am Ende lediglich knappe 5€ erhalten würde. Ein Petit Bateau Body mit Neupreis 10€ wurde für 2€ verkauft, für mich also noch nicht mal 1€. Wie gesagt, mir war die hohe Provision sehr wohl bewusst aber unser Verdienst kam mir doch sehr gering vor.

Na ja, summa summarum würde der Verkauf ein akzeptables Ergebnis abliefern und da konnte ich die Einzelpreise durchaus verschmerzen. Ich war überzeugt, fast alles verkaufen zu können. Hatte ich doch, in  meinen Augen, nur wirklich schöne und sehr gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben.

Der zweite Schock folgt…

Vier Monate später, es war mittlerweile Oktober,  bekam ich eine SMS, dass meine Sachen zur Abholung bereit stünden. Das fand ich super. Ich hatte mir zwar eine Notiz gemacht aber es kann ja immer mal sein, dass einem etwas untergeht. In der SMS wurde mir auch direkt der Auszahlungsbetrag mitgeteilt – 23€! Ihr könnt euch meine Enttäuschung vorstellen, als ich den Betrag las. Ich fuhr also ein paar Tage später ernüchtert zum Geschäft um meine Sachen und mein Geld abzuholen und stellte sie direkt bei Mamikreisel ein ;-).

Vielleicht hatte ich einfach nur Pech aber seitdem habe ich nichts mehr in einen Secondhand Laden gebracht. Da stelle ich mich doch lieber einen ganzen Tag auf den Flohmarkt oder mache mir dir Arbeit des Fotografierens und Schreibens um es im Internet zu verkaufen.

Trödelmarkt

2008 oder 2009 haben meine Eltern angefangen ihre Sachen auf dem Trödelmarkt zu verkaufen. Als wir ihre Gewinnsummen sahen haben wir alles aussortiert was nicht niet- und nagelfest war. Und was soll ich sagen? Nach 3 Trödelmarktbesuchen hatten wir fast unseren kompletten Griechenland Urlaub finanziert. Und wir hatten nicht nur hochwertige Sachen zum Verkauf! Ist das nicht der Wahnsinn?

Seitdem sind wir recht regelmäßig auf dem Düsseldorfer Trödelmarkt am Messeparkplatz P1 anzutreffen. Nach nunmehr acht Jahren nicht mehr so häufig wie früher, aber im Durchschnitt ein bis zwei Mal im Jahr. Es gibt einfach immer etwas auszusortieren. Und fängt man einmal an, kann man nicht mehr aufhören, haha.

Als dann die ersten Kindersachen verkauft werden wollten, wurden sie natürlich auch mitgenommen und wir sind sehr zufrieden mit den Verkaufspreisen. NATÜRLICH muss man sich klar machen, nicht auch nur annähernd den Preis zu bekommen, den die Sachen noch wert sind, vor allem bei Markensachen ;-). Da bekommt man zum Beispiel bei mamikreisel schon mehr. Aber vor allem die günstigeren Marken verkaufe ich sehr gerne auf Trödelmärkten, denn hier bekommt man oftmals noch ein Drittel bis die Hälfte vom Neupreis. Bei Markensachen hingegen liegt die Spanne eher bei ein Viertel bis ein Fünftel.

Es ist wirklich anstrengend den ganzen Tag (7.00 bis 16.00 Uhr) an seinem Stand zu stehen. Ich muss zugeben, dass mein Mann diesen Part übernimmt. Seit die Kinder da sind hat sich das so eingebürgert und er weigert sich mich alleine fahren zu lassen. Wir drei kommen aber meist nach dem Frühstück nach und bleiben bis zum Schluss.  Der Verkauf auf dem Trödelmarkt kann ziemlich nervenaufreibend sein, denn nicht immer macht das Verhandeln Freude. Es gibt dreiste Leute, die frech werden oder auch schon mal Sachen klauen. Aber die meiste Zeit macht es wirklich Spaß, es gibt viele nette Menschen und es ist einfach schön zu sehen wie Tisch und Kisten sich leeren. Was am Ende nicht verkauft wird packen wir für den nächsten Trödelmarktbesuch zusammen oder bringen es zu unserem örtlichen Caritas Kaufhaus.

Da es sich nicht um einen reinen Kindertrödel handelt können wir vorher nie sagen, wie viel Interesse an dem Tag an Kinderkleidung besteht. An manchen Tagen haben wir Glück und verkaufen ziemlich viel, an anderen Tagen kaum. Manchmal hat man Pech und es werden andere Größen gesucht oder wir bieten eher Jungenkleidung, alle Suchen aber nach Mädchensachen. Trotzdem würde ich jedem der Interesse am Verkauf der ausrangierten Mode hat den Flohmarktverkauf empfehlen.

kleinesbisschen troedelmarkt verkauf von kinderkleidung

Alternative zum klassischen Trödelmarkt

Eine Alternative zum klassischen Trödelmarkt wird oft in Kindergärten angeboten. Hierbei bekommen die Eltern vorab Etiketten bereit gestellt, auf denen sie einen festen Preis und ihre Verkäufernummer schreiben und diese dann (mit Stecknadeln) an die Kleidung heften. Diese muss dann vorsortiert im Kindergarten abgegeben werden und das wars.

Helfer sortieren die Kleidung dann nach Größen und Geschlecht, sodass die Käufer ganz gezielt schauen können. 10% des Verkaufspreises behält der Kindergarten, der Rest geht in die eigene Tasche. (So ist es zumindest bei uns).

Natürlich kann man Pech haben und die Preise zu hoch ansetzen und hat dann keine Verhandlungsmöglichkeiten mehr. Aber im Großen und Ganzen finde ich das Konzept super, denn man steht sich nicht den ganzen Tag die Beine in den Bauch und bekommt fast den kompletten Verkaufserlös.

Verkauf via Internet

Mamikreisel

Was den Verkauf von Kindersachen im Internet angeht haben sich für uns zwei Plattformen am rentabelsten erwiesen: ebayKleinanzeigen und mamikreisel.

Kinderkleidung verkaufe gerne ich auf mamikreisel.  Hier bin ich mittlerweile seit knapp 2 Jahren und habe durchweg positive Erfahrungen gemacht. Sowohl mit den Käufern als auch mit dem erzielten Verkaufspreis. Wirklich gut erhaltene Sachen gehen für die Hälfte bis ein Drittel weg, Sachen mit kleinen Fehlern für ca. ein Viertel bis ein Fünftel. Das finde ich vollkommen angemessen. Entgegen einiger Meinungen finde ich den Umgang sehr höflich und angenehm. Klar, es gibt immer mal wieder Frauen, die etwas UNBEDINGT haben wollen und sich dann nicht mehr melden oder am liebsten nur die Versandkosten zahlen würden. Aber das ist wirklich die Ausnahme.

Das Einstellen geht, vor allem mit der App, sehr schnell und einfach. Lediglich bei der Beschreibung müsst ihr selber überlegen, alles andere wird euch praktisch abgenommen :-).

kleinesbisschen verkauf von kinderkleidung mamikreisel

In den nächsten Wochen werde ich noch einen gesonderten Artikel über Tipps zum Verkauf ganz speziell auf mamikreisel schreiben!

ebay Kleinanzeigen

ebay Kleinanzeigen finde ich für reine Kinderkleidung nicht so optimal, zumindest meiner Erfahrung nach. Da setze ich weiterhin lieber auf mamikreisel. Sehr gut fahren wir hier in erster Linie mit dem Verkauf von Baby- und Kinderspielzeug. Aber auch Babyschale samt Zubehör, Schlafsäcke, Kinderwagen und Klettergerüst sind wir hier schon losgeworden.

kleinesbisschen ebaykleinanzeigen Verkauf von Kinderkleidung

Ihr seht  – Kinderkleidung verkaufen ist gar nicht so schwer. Man muss ein wenig Zeit opfern aber es lohnt sich! Wie verkauft ihr die Sachen eurer Kleinen? Habt ihr vielleicht noch weitere gute Tipps?

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