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Erinnerungen festhalten

18. September 2017
kleinesbisschen luftballons festhalten

Seit wir Eltern sind rast uns die Zeit einfach nur so davon. Ich weiß nicht, wo die letzten vier geblieben sind und möchte mir gar nicht ausmalen, wie schnell die nächten vier verstreichen werden. Erinnerungen festhalten ist da eine ganz schöne Herausforderung. Oftmals weiß ich jetzt schon einige Sachen aus GroßH’s erstem Lebensjahr nicht mehr aus dem Kopf. Traurig und verrückt, oder? Ich frage mich wirklich, wie manche Mütter auch nach Jahren genau wissen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit das Kind das erste Mal gelächelt hat. Kennen tue ich allerdings keine, alle meine Freundinnen scheinen genauso Siebgehirne zu haben wie ich ;-).

Trotz meines schlechten Gedächnisses kann ich euch genau sagen, wann die Kinder das erste Mal durchgeschlafen, den ersten Brei gegessen oder die ersten Krabbelversuche unternommen haben. Denn ich schaffe uns Erinnerungsstützen in tausendfacher Ausführung. Was und wie? Lest selbst!

Tagebücher

Meine Mutter hat für mich ganz tolle Tagebücher geschrieben. Etwas über ein Jahr hat sie (fast) täglich meine Entwicklung aufgeschrieben. Ich habe mir die Bücher alle paar Jahre ganz gerne angeschaut, richtig aufgesogen habe ich sie dann während meiner ersten Schwangerschaft. Was war ICH für ein Baby? Wie hab ich ausgesehen? Wie hat meine Mutter alles erlebt? Ich fand und finde sowas immer unglaublich spannend.

Da ich „meine“ Tagebücher so gerne angeschaut habe, habe ich bei unserem Sohn in der Schwangerschaft angefangen fast täglich zu schreiben wie es mir geht, was ich fühle, worauf ich mich freue, wovor ich Angst habe, was neues eingezogen ist und und und. Als GroßH dann geboren wurde, habe ich weiter geschrieben, wieder fast täglich und bis zu seinem 1.Geburtstag.

Es ist einfach toll zu lesen, was ich damals empfunden habe, welche Vorstellungen sich erfüllt haben und was komplett anders gelaufen ist. Vor allem als ich zum zweiten Mal schwanger wurde habe ich oft verglichen.

In der zweiten Schwangerschaft habe ich schon kein Tagebuch mehr geführt ;-). Allerdings habe ich mich gezwungen ab dem 1.Lebenstag unserer Tochter wichtiges zu schreiben. Ja, ich musste mich wirklich zwingen, denn Lust hatte ich oft keine. Und jetzt bin ich so, so, so froh, dass ich auch bei KleinL nachschauen kann, wann was los war.

Ich kann euch also nur den Tipp geben – nehmt euch abends fünf Minuten Zeit euren Tag mit den Kleinen Revue passieren zu lassen. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die uns in ein paar Jahren ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden.

Bei GroßH habe ich einfach ein Word Dokument genommen und am Ende ein Fotobuch mit MyFUJIFILM erstellt, in dem meine Texte als auch Fotos eingebaut waren. (Natürlich funktioniert auch jede andere Fotobuch Software.) Bei KleinL musste ein normales Tagebuch reichen ;-). Hier gibt es aber auch ganz tolle. Ich habe mich damals für dieses hier entschieden. Ich war sehr zufrieden, würde aber heute eins nehmen, das keine Punkte pro Woche aufführt. Gewogen und gemessen haben wir unsere Tochter zum Beispiel nicht jede Woche und ich habe die Punkte einfach oft durchgestrichen.

kleinesbisschen tagebuecher vorgeschrieben 1

kleinesbisschen tagebuecher vorgeschrieben 2

Milestone Cards

Als GroßH knapp drei Monate war stöberte ich mal wieder in einem meiner liebsten Baby- und Kindergeschäfte. Per Zufall entdeckte ich die Milestone Cards und war direkt Feuer und Flamme – die brauche ich! Für uns und Freunde, die bald ihren ersten Sohn erwarteten.

Das war 2013 und seither sind die Karten aus unseren Freundeskreisen nicht mehr wegzudenken. Jeder, dem ich sie geschenkt habe, hat sie mit Begeisterung weiterverschenkt.

Das Set „Milestone Baby Cards“ beinhaltet 30 Karten, mit denen Eltern die Meilensteine des ersten Lebensjahres ihres Babies festhalten können. Denn wie schon erwähnt – man vergisst vieles viel zu schnell. Dank der Karten brauch ich nur meinen Laptop zu öffnen und mir die Fotos anzuschauen, auf denen die Kinder mit den Karten abgelichtet wurden. Und schon weiß ich, wann der erste Zahn durchgebrochen ist, wann beide das erste Mal gelächelt haben, laufen konnten oder den ersten Brei verputzt haben. Schön finde ich auch immer zu sehen, wie sie sich erst von Woche zu Woche und nachher von Monat zu Monat verändert haben und beide Kinder zu vergleichen 😉

Die Milestone Cards bieten eine tolle Möglichkeit auf einen Blick und ohne großen Aufwand kleine Erinnerungen festzuhalten. Es ist also die optimale Lösung für alle, die keine Lust auf Fotobücher oder Erinnerungsalben haben.

Mittlerweile gibt viele alternative Anbieter mit noch coolerem Design oder noch mehr Kartenauswahl, es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Super finde ich auch die Schwangerschaftskarten.

kleinesbisschen milestone cards collage

Individuelle, ausführliche Milestone Cards

Für meine eigene Milestone Karten bin ich fast noch dankbarer als für die gekauften. Abgeguckt habe ich mir die Idee von einer amerikanischen Bloggerin, die ihren Blog mittlerweile leider nicht mehr betreibt. Sie hat ihren Sohn auf neutralem Hintergrund fotografiert und wichtige & schöne Erinnerungen drumherum geschrieben. Ich lud mir also direkt eine App runter (ich nutze bis heute die Rhona App) und habe es ihr nachgemacht.

In den ersten Lebensjahren unserer Kinder habe ich monatliche Karten erstellt. Danach zum 18-Monatsgeburtstag und von da an jährlich. Ich gucke mir die Karten so, so, so gerne an. Vor allem jetzt mit zwei Kindern schaue ich gerne „Was mochte GroßH denn mit 11 Monaten gerne, was dagegen KleinL ?“

Ich habe mich für folgende Punkte entschieden. Die kommen immer drauf und keine anderen 😉

  • Das Alter natürlich
  • Gewicht und Größe
  • Kleider- und nachher auch Schuhgröße
  • Vorlieben (was sie gerne gespielt haben, was ihnen großen Spaß bereitet hat)
  • Wie viele Zähne
  • Schlafenszeiten

Das kann natürlich ganz individuell gemacht werden, das ist ja das tolle an diesen Karten. Es ist natürlich etwas mehr aufwand als die klassischen Milestone Cards aber es lohnt sich!

kleinesbisschen individuelle meilensteinkarten

Filme

Auch diese Idee habe ich mir von einer amerikanischen Bloggerin abgeguckt, nämlich bei Audrey von  www.momgenerations.com . Sie hat FÜNF Kinder (vier davon im Abstand von jeweils einem Jahr!!!) und macht jedem Kind zum Geburstag ein Video. Ich fand die Idee so toll, dass ich für GroßH’s 1.Geburtstag auch ein Video gemacht habe. Seitdem laufen die Videos an Geburtstagen hoch und runter und auch zwischendurch gucken wir sie uns sehr gerne an.

Der schöne bei (Geburstags-)filmen ist, dass auch Videos miteingebunden werden können. Ich finde diese manchmal aussagekräftiger als Bilder. Und wenn man dann noch ein tolles Lied einspielt kann man gar nicht anders, als lächelnd in Erinnerungen zu schwelgen 🙂

Ich mache die Filme immer mit Apple iMovie. Nach erstem Einfinden und Experimentieren ist der Rest ziemlich einfach und vieles selbsterklärend. Gerne würde ich euch unsere Filme zeigen aber ich weiß einfach nicht, wie ich die Gesichter der Kinder bei iMovie verpixelt bekomme.

Fotobücher

Ich selbst habe ehrlich gesagt noch kein einziges Fotobuch für die Kinder erstellt. Schande auf mein Haupt! Okay, das Tagebuch von GroßH zählt ja eigentlich auch als Fotobuch aber abgesehen davon…nada. Auf die Bücher zweier Freundinnen bin ich daher schon ein bisschen neidisch ;-). Sie erstellen jedes Jahr zum Geburstag der Kinder ein Buch, in dem sie das letzte Jahr Revue passieren lassen. Das tolle an den Büchern ist, dass man so viele schöne Momente mit einbinden kann und bei manchen Bildern länger hängen bleiben kann. Das ist bei einem Film definitiv nicht der Fall.

Ich habe mir fest vorgenommen, nun auch Fotobücher unserer beiden zu gestalten. Allerdings nicht jährlich. So schön ich das auch finde – ich kann mir nicht vorstellen irgendwann 36 Bücher im Schrank stehen zu haben. Daher ist mein Ziel ein Drei-Jahres-Tornus. Mal schauen was aus den Plänen wird ;-).

 

Erinnerungen festhalten – wie stellt ihr das an? Habt ihr vielleicht noch einen tollen Tipp?

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